30-Tage-Content-Plan für Ihren Salon
Keine Zeit, sich jeden Tag etwas für Social Media auszudenken? Dann brauchen Sie einen Plan, keine Inspiration. Die kurze Antwort: Wählen Sie fünf bis sechs feste Themen (Säulen), verteilen Sie sie auf einen Monatskalender und nehmen Sie Ihre Inhalte an einem einzigen Vormittag im Batch auf. Den Rest des Monats veröffentlichen Sie nur noch geplant und antworten in den Kommentaren.
Dieser Beitrag gibt Ihnen einen fertigen 30-Tage-Kalender, den Sie nur anpassen müssen. Das ist keine Theorie, sondern ein Plan, mit dem Sie morgen starten können. Ziel ist nicht, den Feed mit Beiträgen zu fluten, sondern eine Beständigkeit zu halten, die neben einem vollen Kundenkalender machbar ist.
Beginnen Sie mit Säulen, nicht mit einzelnen Beiträgen
Eine Säule ist ein wiederkehrendes Thema, zu dem Sie immer wieder zurückkehren. Mit Säulen starren Sie nie auf ein leeres „Was heute?"-Feld. Für einen Salon funktionieren diese sechs gut:
- Bildung. Pflege zu Hause, wie die Farbe länger hält, woran man nicht sparen sollte. Schafft Vertrauen und zeigt Kompetenz.
- Vorher und nachher. Sichtbarer Beweis des Ergebnisses. Wie solche Aufnahmen gelingen, zeigt die Anleitung für Vorher-nachher-Fotos.
- Hinter den Kulissen. Vorbereitung, ein neues Produkt, ein ganz normaler Tag. Das menschliche, sympathische Gesicht.
- Angebote und Neuigkeiten. Freie Termine diese Woche, ein Paket, eine saisonale Aktion.
- Bewertungen und Referenzen. Ein Zitat einer zufriedenen Kundin, ein Bewertungs-Screenshot, eine Verwandlungsgeschichte.
- Team. Wer bei Ihnen arbeitet, worauf er spezialisiert ist, was ihm Freude macht.
Sechs Säulen genügen. Mehr Themen bedeuten mehr Entscheidungen und weniger Beständigkeit.
Frequenz: wie viel und wann posten
Dreimal pro Woche dauerhaft schlägt täglich für zwei Wochen und dann Stille. Ein sinnvoller Start für einen vollen Salon:
- Instagram: 3–4 Beiträge/Reels pro Woche, Stories jeden zweiten Tag.
- Facebook: 2–3 Beiträge pro Woche (oft genügt ein Re-Share von Instagram).
- TikTok: 2–3 kurze Videos pro Woche, wenn Sie ein jüngeres Publikum ansprechen.
Zum Aufbau von Profil und Reels siehe Salon-Marketing auf Instagram; den größeren Rahmen liefert der Leitfaden zum Friseur-Marketing.
Repurposing: ein Material, drei Netzwerke
Nehmen Sie nicht für jedes Netzwerk getrennt auf. Einmal aufnehmen und das Format anpassen:
| Quelle | TikTok | ||
|---|---|---|---|
| Verwandlungsvideo (vorher → nachher) | Reel mit Untertiteln | Re-Share + Text | Gleiches Video, Trend-Sound |
| Ergebnisfoto | Grid-Beitrag | Beitrag in lokaler Gruppe | — |
| Pflegetipp | Carousel | Text-Tipp | Gesprochenes Video unter 30 s |
| Freie Termine | Story mit Link | Beitrag mit Button | Story / Bildtext |
Die Regel ist einfach: Vertikales Video funktioniert überall, ein quadratisches Foto auch. Kürzen Sie nur den Text je Netzwerk. Wie Sie das alles mit Buchungen verbinden, zeigt Salon-Marketing auf Facebook.
Der 30-Tage-Kalender (das Herz des Plans)
Das ist der Kern. Der Plan geht von Beiträgen an Werktagen mit leichterem Wochenende aus. Die Spalte „Säule" nennt das Thema, „Format" sagt, was zu drehen ist. Passen Sie die Tage an Ihren Rhythmus an.
| Tag | Säule | Format | Netzwerk |
|---|---|---|---|
| 1 | Bildung | Carousel: 3 Pflegetipps für zu Hause | IG + FB |
| 2 | Hinter den Kulissen | Story: Vorbereitung auf den Tag | IG |
| 3 | Vorher/nachher | Verwandlungs-Reel mit Untertiteln | IG + TikTok |
| 4 | Team | Eine Kollegin vorstellen | IG + FB |
| 5 | Angebote | Freie Termine diese Woche | Story + FB |
| 6 | Bewertungen | Bewertungs-Screenshot | IG Story |
| 7 | Pause / Re-Share | Bester Beitrag der Woche | IG |
| 8 | Bildung | Mythos vs. Fakt über Haare | Reel |
| 9 | Vorher/nachher | Nahaufnahme des Ergebnisses (Foto) | IG + FB |
| 10 | Hinter den Kulissen | Neues Produkt im Angebot | Story |
| 11 | Angebote | Saisonpaket | IG + FB |
| 12 | Bewertungen | Kundenzitat + Foto | IG |
| 13 | Team | Ein Tag im Salon (Mini-Vlog) | TikTok + IG |
| 14 | Pause / Re-Share | Zwei-Wochen-Rückblick Verwandlungen | IG Carousel |
| 15 | Bildung | Wie die Farbe länger hält | Reel |
| 16 | Vorher/nachher | Verwandlungs-Reel | IG + TikTok |
| 17 | Hinter den Kulissen | Wie wir einen Platz vorbereiten | Story |
| 18 | Angebote | Letzte freie Termine | Story + FB |
| 19 | Bewertungen | Geschichte einer Stammkundin | IG + FB |
| 20 | Team | Spezialität einer Kollegin | IG |
| 21 | Pause / Re-Share | Umfrage in einer Story | IG |
| 22 | Bildung | Was zur Beratung mitbringen | Carousel |
| 23 | Vorher/nachher | Textur-/Farb-Nahaufnahme | IG + FB |
| 24 | Hinter den Kulissen | Lieblingswerkzeug und warum | Reel |
| 25 | Angebote | Gutschein / Paket | IG + FB |
| 26 | Bewertungen | Reaktionsvideo eines Kunden | TikTok + IG |
| 27 | Team | Was wir an der Arbeit lieben | IG Story |
| 28 | Pause / Re-Share | Bestes Reel des Monats | IG |
| 29 | Bildung | FAQ: die häufigste Frage | Reel |
| 30 | Angebote | Einladung zum Buchen | IG + FB |
Jeder Angebotsbeitrag braucht einen klaren Weg zur Buchung — idealerweise einen direkten Link zur Online-Terminbuchung, damit der Kunde sofort bucht, nicht „irgendwann".
Batch-Aufnahme und Planung
Das Geheimnis der Beständigkeit ist nicht Disziplin, sondern das Batch. Reservieren Sie einen Vormittag im Monat:
- Gehen Sie den Kalender durch und listen Sie, was zu drehen ist (Videos, Fotos, Zitate).
- Stellen Sie zwei oder drei Kundinnen bereit, die für eine Verwandlung fotografiert werden möchten (mit Einwilligung, DSGVO beachten).
- Nehmen Sie alles auf einmal auf — Licht, Hintergrund und Handy stehen bereit.
- Schneiden und planen Sie die Beiträge vorab über ein Planungstool.
- Im Lauf des Monats antworten Sie nur in den Kommentaren und ergänzen aktuelle Stories.
Beispielrechnung zur Zeit (eine Illustration — setzen Sie Ihre eigenen Werte ein): Angenommen, ein Beitrag ohne Batch dauert rund 20 Minuten (Idee, Aufnahme, Text, Veröffentlichung). Über 30 Tage sind das theoretisch etwa 10 Stunden, über den Monat verteilt. Mit Batch erledigen Sie das meiste an einem 3-Stunden-Vormittag plus kleinen Nachdrehs. Die Zahlen sind nur ein Beispiel — messen Sie Ihr Tempo und planen Sie danach.
Was messen (und was ignorieren)
Likes sind Eitelkeit. Verfolgen Sie die Zahlen, die zu Umsatz führen:
- Speicherungen und Shares — sie zeigen den echten Wert des Inhalts.
- Klicks zum Profil und zur Buchung — das ist die Brücke zum Termin.
- Neue Buchungen aus der Social-Reichweite — fragen Sie neue Kunden, wie sie Sie gefunden haben.
- Welche Säulen ziehen — nach einem Monat sehen Sie, was funktioniert, und geben dem mehr Raum.
Wie man den Marketing-Ertrag seriös misst, behandelt wie man den Marketing-ROI misst. Verknüpfen Sie Social zudem mit Ihrem Google-Unternehmensprofil, wo Kunden landen, die „Salon in der Nähe" suchen.
Am schnellsten starten Sie den ganzen Plan, indem Sie ein kostenloses YourSalon-Konto erstellen und Beiträge direkt mit Buchungen verbinden — was enthalten ist, vergleichen Sie auf der Preisseite.
Häufige Fehler
- Zu viele Säulen. Sechs Themen genügen; mehr bedeutet Chaos und weniger Beständigkeit.
- Kein Call-to-Action. Ein schönes Foto ohne Buchungslink bringt keinen Kunden.
- Posten ohne Batch. Ohne vorab gedrehte Inhalte verpufft der Plan nach einer Woche.
- Likes statt Buchungen messen. Verfolgen Sie Klicks und neue Kunden, nicht Eitelkeitszahlen.
- Derselbe Text in jedem Netzwerk. Repurposing ja, aber Länge und Format anpassen.
Kurze Checkliste vor dem Start
- Wählen Sie 5–6 Säulen und bleiben Sie den ganzen Monat dabei.
- Drucken oder kopieren Sie den 30-Tage-Kalender und weisen Sie echte Daten zu.
- Reservieren Sie einen Vormittag für die Batch-Aufnahme.
- Planen Sie die Beiträge vorab über ein Planungstool.
- Fügen Sie jedem Angebot einen Buchungslink hinzu.
- Werten Sie nach 30 Tagen Speicherungen, Klicks und neue Buchungen aus.
Salon-Content heißt nicht, jeden Tag kreativ zu sein. Es geht um ein System, das auch an Tagen läuft, an denen Sie weder Zeit noch Lust haben. Bauen Sie die Säulen, drehen Sie im Batch, planen Sie vor — und der Feed kümmert sich von selbst. In Deutschland wie in Österreich gilt: Bei Kundenfotos immer die Einwilligung einholen, das verlangt die DSGVO.
Häufige Fragen
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